Design des Außenraumes eines Schulhofes

Die Pflicht der Schulen, sicherzustellen, dass die Schüler jeden Tag Motion und Bewegung erhalten, kann durch Unterricht in Fächern wie Sport erfüllt werden, aber auch im unterstützenden Unterricht, bei dem z.B. der Sprach- oder Mathematikunterricht auf dem Schulhof durchgeführt wird. Der Spielplatz einer Schule ist aber auch ein Freiraum für Kinder und Jugendliche, der Sicherheit sowie Herausforderungen für Kinder vieler Altersgruppen und mit vielen unterschiedlichen Bedürfnissen vermitteln soll.

Sollen Sie einen neuen Spielplatz für eine Schule entwerfen? Dann sind wir Ihr professioneller Zusammenarbeitspartner, der Sie von Anfang bis Ende berät. Sie können hier mehr über die Pflichten der Schulen in Bezug auf die tägliche Bewegung von Schülern lesen. Darüber hinaus erhalten Sie nützliches Wissen über die Anordnung, sowie Inspiration zur Gestaltung eines guten Außenraumes.



Bewegung im Unterricht

Motion und Bewegung während der Schulzeit fördern die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Konzentration der Schüler.
WHO empfehlt für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren 60 Minuten Bewegung täglich.

Alles zählt mit hinein, auch wenn man den Puls in der Pause in die Höhe treibt, zum Beispiel während man auf einem Karussell tobt. Kurz gesagt sollte die Schule einige Spielgeräte im Außenraum anbieten, die die Schüler zum Spielen motivieren und gleichzeitig im Unterricht verwendet werden können.

Man spricht von vier Ansätzen zur Bewegung im Unterricht.









Vertiefung der vier Lernansätze



1) Körperverankertes Lernen
Der Körper wird eingesetzt, um mit Lernzielen zu arbeiten, und ist aktiv am Lernprozess beteiligt. Hier wird mit Belastung, Geschwindigkeit, Rotation und Beschleunigung gearbeitet.



2) Power breaks
Power Breaks von 5-10 Min. können in Lektionen angewandt werden, in denen man die Aufmerksamkeit und Motivation der Schüler erhöhen möchte. Als Geräte können ein Kletternetz oder ein Trampolin eingesetzt werden, auf dem man das Einmaleins springen kann.



3) Körperliche Aktivität
Bei körperlicher Aktivität werden die Kraft und Ausdauer des Körpers trainiert. Große Barren auf Dschungelflächen oder Parkour sind Geräte, mit denen man mit dem eigenen Körpergewicht trainieren kann, um körperliche Aktivität zu erzielen.


4) Motorisches Training
Motorisches Training ist die Entwicklung der grundlegenden Sinne wie Gleichgewichtssinn, Tastgefühl und Kinästhetik. Das Training dieser Sinne hat nachgewiesenermaßen einen entscheidenden Einfluss auf optimales Lernen. Ein Beispiel wäre hier das Spielen auf einem Karussell.



Wie bauen und schaffen wir die besten Außenräume?

Wir arbeiten mit vier Konzepten bei der Schaffung eines Spielplatzes:


Hier ist ein Beispiel für einen von Architekten entworfenen Spielplatz



Wenn wir uns auf die vier oben genannten Elemente stützen, kann ein von Architekten entworfener Spielplatz für eine Schule mit variierenden Spielgeräten folgendermaßen aussehen.



Die allgemeine Anordnung des Außenraumes von Schulen



Ein gut gestalteter Außenraum an einer Schule orientiert sich häufig am Haupteingang der Schule. Hier kommen die meisten Schüler morgens - an und hier werden auch Eltern, Schulgäste und Mitarbeiterinnen - willkommen geheißen. Deshalb ist es wichtig, dass man bereits am Eingang den Eindruck vermittelt bekommt, dass es sich um eine Schule handelt, die sich auf Gemeinschaft, Bewegung und Lernen konzentriert - oder was man als Schule signalisieren möchte.


Ist die Idee, in ein großes und auffälliges Spielgerät oder eine Hauptaktivität zu investieren? Dann kann der Haupteingang eine gute Lage sein. Sinnvoll ist eine größere zentrale Gemeinschaftszone im Zusammenhang mit der Hauptaktivität, in der sich alle Schüler versammeln können, z.B. im Rahmen von Sporttagen und Einschulungen.


Ruhige Geräte werden an einem Ende der Gemeinschaftszone und aktive Geräte am anderen platziert. Bei allen Aktivitäten sollte es eine Verweilmöglichkeit geben. Die Verweilorte können unterschiedlich gestaltet sein. Normalerweise platzieren wir entspannende Elemente wie eine Bank an den ruhigen Geräten und flüchtigere Elemente an Spielgeräten mit wildem Charakter.


Gut zu wissen für das Design eines Spielplatzes:

• Verschiedene Räumlichkeiten - sowohl große als auch offene und einige abgegrenzte.

• Verschiedene Spielgeräte, dass heißt stationäre und dynamische Geräte für verschiedene Spielarten.

• Geräte, die von vielen Kindern gleichzeitig verwendet werden können.

• Es muss etwas Hohes vorhanden sein, auf das die Kinder klettern können, um die oft recht große Fläche überblicken zu können.

• Sowohl eindeutige als auch indirektere Lernelemente in der Ausstattung, dem Bodenbelag und bei der Geräteauswahl.

• Die Verweilmöglichkeiten müssen zwischen Sitzen, Liegen, Stehen und Abhängen variieren sowie die Möglichkeit geben, dass sich sowohl wenige als auch viele Personen versammeln können.

• Bepflanzung in Form von Gräsern, Bäumen, Sträuchern und Blumen als Ergänzung, um den Raum zu definieren und mit den oft harten Oberflächen zu brechen.



Neben den Funktionen des Spielplatzes ist Folgendes zu bedenken

• Soll man die Fläche / die Aktivitäten einsehen können?

• Können mehrere Benutzergruppen die Fläche nutzen? Wird die Schule außerhalb der normalen Unterrichtszeiten genutzt?

• Ist ein sicherer Rahmen vorhanden? Licht, Offenheit, Einzäunung und Personal?

• Soll die Fläche im Winter und bei Regenwetter funktionieren oder ist sie Wind ausgesetzt?

• Wie passen die Geräte in die Umgebung? Nehmen sie z.B. Bezug darauf, ob umstehende Gebäude neueren oder älteren Datums sind?

• Spielplätze mit starker Identität und eindeutigen Funktionsthemen erhöhen die Nutzung.



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