Förderliche Spielwerte die auf dem Schulhof sein sollte

Der Körper ist das Werkzeug eines Kindes, um die Welt wahrzunehmen. Ist die Oberfläche heiß oder kalt? Vielleicht hart oder weich?
Wenn sich das Kind z.B. auf einer Dschungelfläche bewegt oder an der Seilbahn Schlange stehen muss, kann es abwarten, bis es an der Reihe ist?
Wenn wir einen Spielplatz entwickeln, sind die Landschaft und die Architektur der Umgebung wichtig. Doch die Zielgruppe und die Spielwerte sind mindestens genauso entscheidend. Wir strengen uns an, um Ihren Außenraum mit so vielen Spielwerten wie möglich auszustatten.




Spielwerte auf dem Schulhof



Balancieren:

Eine Dschungelfläche ist eine von mehreren Spielgeräten, die sich für einen Schulhof genial eignen. Sowohl Kinder im Einschulalter als auch in der Mittelstufe haben große Freude daran, herumzubalancieren und dadurch den vestibulären Sinn und die propriozeptive (räumliche) Wahrnehmung sowie die Kreuzkoordination zu stimulieren. Balancieren - wie beim Klettern und Schaukeln - stärkt außerdem den Körper.


Schaukeln:
Schaukeln vermittelt ein Gefühl für Rhythmus und Timing und hilft, die Balancierfähigkeit zu optimieren. Eine Schaukel ist ein besonders beliebtes Spielgerät im Einschulalter und vermittelt ein wunderbares Gefühl von Freiheit.

Drehen:
Karussells und Schaukeln (die herumwirbeln) fördern ebenfalls die Entwicklung den v
estibulären Sinn.


Unter/hindurch:
Gerade im Einschulalter sind Tunnel und andere geschlossene Spielgeräte lustig - und ermöglichen Versteck- und Fantasiespiele. Diese Spielgeräte entwickeln die räumliche Wahrnehmung (Propriozeption) weiter.

Hoch hinaus:
Einige Kinder lieben die Höhe, andere haben Angst davor. Der Schulhof ist eine sichere Umgebung, in der der Umgang mit Höhe gut geübt werden kann.
Türme, Berge, Kletternetze, aber auch Sprünge im Gelände sind Spielgeräte und Umweltelemente, die für das Training des propriozeptiven Sinnes (Raumwahrnehmung) verwendet werden können.
Eine Neigung von nur 30 bis 40 Grad reicht aus, um zur gewünschten Bewegung anzuregen.

Ganz hoch oben:
Nach oben zu klettern kann beängstigend sein und das Kind nimmt seine eigenen Grenzen wahr. Was braucht es in der Umgebung, um ein Gefühl der Angst zu überwinden?
Dieser spezielle Spielwert lehrt Kinder, Risiken zu meistern.

Verweilen:
Abhängen ist wichtig für die großen Kinder in den höheren Klassenstufen. Hier kann genossen, Hausaufgaben gemacht oder entspannt werden.
Außenmöbel sind wichtig für diese Schülergruppe.
Außenmöbel können auch vom Lehrpersonal genutzt werden, um den Unterricht in den Außenraum zu verlegen.


Wippen:
Wippen können sowohl sitzend, stehend, von zwei oder mehr Kindern genutzt werden. Wippen werden vor allem im Einschulalter verwendet. Sie bringen Kindern etwas über Kraft und Dynamik bei und entwickeln die Muskelkraft bzw. den kinästhetischen Sinn (Bewegungsempfinden). Wenn ich mich kräftig abstoße, was passiert am anderen Ende? Wippen für Schulen sind meistens für mehrere Personen ausgelegt (im Gegensatz zu Wippen in Kindergärten) und damit soziale Spielgeräte, die eine gute Zusammenarbeit erfordern.


Gleiten/Rutschen:

Geschwindigkeit vermittelt den Kindern Spannung und es kribbelt im Bauch. Die Bewegung ist oft erzwungen, d.h., fängt man erst einmal an, kann das Spiel nicht gestoppt werden - das Kind rutscht weiter nach unten. Fühlt es sich gefährlich oder lustig an? Einige Kinder werden wagemutiger und versuchen, auf andere Weise zu rutschen.

Hüpfen:
Springen ist sowohl im Einschulalter, in der Mittelstufe als auch in höheren Klassenstufen lustig. Beim Springen z.B. auf einem Trampolin wird die sensorische Motorik durch die Wiederholung von Bewegungen weiterentwickelt, da diese sich mit der Zeit wie z.B. beim Radfahren „festsetzen“. Das Spielgerät fördert die Bewegungssicherheit und Körperkontrolle, was sowohl zum Selbstwertgefühl als auch Selbstvertrauen beiträgt.

Klettern:
Wenn ein Kind klettert, werden seine Kreuzkoordination und die Verbindung zwischen den Gehirnhälften gestärkt. Dies steigert die Lernbereitschaft des Kindes.

Fühlen:
Der Tastsinn wird beim Berühren von Objekten beeinflusst, z.B. wenn man Sand in die Hände nimmt. Oder auch, wenn man an einem Frühlingstag an einer Blume riecht - dieser Sinn ist für die Allerkleinsten, z.B. Kindergartenkinder oder besonders sensible Kinder.