Viele Spielwerte fördern die Entwicklung des Kindes

Mit dem Körper nehmen Kinder die Welt wahr. Kinder bewegen sich umher und beim Spielen werden ihre motorischen Fähigkeiten gestärkt. Wir arbeiten daran, unsere Spielgeräte und Spielplätze mit so vielen Spielwerten wie möglich auszustatten, um die motorische Entwicklung der Kinder zu unterstützen.




Spielwerte in Kindergärten



Balancieren:

Balancieren, z.B. auf einer Dschungelfläche, trägt zur Entwicklung den vestibulären Sinn und der propriozeptiven Wahrnehmung von Kleinkindern bei.

Balancieren - ebenso wie Klettern und Schaukeln - stärkt den Körper auch körperlich und verbessert die Koordination. Der Spielwert fordert Kinder auch auf neue und kreative Weise heraus.

Schaukeln:
Schaukeln schafft ein Gefühl von Freiheit. Schaukeln hilft auch, die Balance und das Gefühl für Rhythmus und Timing zu verfeinern.

Drehen:
Eine kontrollierte Drehung ist für die vestibuläre Entwicklung von Kindern unerlässlich. Karussells und andere sich drehende Geräte eignen sich gut für Kinder jeden Alters.

Unter/hindurch:
Tunnel und geschlossene Geräte entwickeln die räumliche Wahrnehmung (Propriozeption) weiter. Geschlossene Geräte bieten auch wunderbare und sichere Versteckmöglichkeiten. Vorsichtige Kinder könnten damit beginnen, Verstecken in einem Spielhaus zu spielen, und etwas wagemutigere Kinder könnten einfach in einem Turm hochklettern, wo sie nicht zu sehen sind.

Hoch hinaus:
Für Kinder liegt etwas Unwiderstehliches darin, über einen Sprossenwand zu klättern. Das Kind fühlt sich riesig! Sprünge im Gelände stärken den vestibulären Sinn (Balance) und den propriozeptiven Sinn.

Eine Neigung von nur 30-40 bis 40 Grad reicht aus, um zur gewünschten Bewegung anzuregen.

Ganz hoch oben:

Spiel, das bis an die Grenze geht, wo es gefährlich wird, ist notwendig und tragen zur Entwicklung bei. Beim Spielen in der Höhe lernt das Kind, seine eigenen Grenzen wahrzunehmen, und fordert Gefühle am eigenen Leib heraus. Dieser Spielwert ist die beste Maßnahme zur Unfallvorbeugung, da Kinder auf diese lernen, Risiken zu meistern.

Wippen:
Bei einer Einzelwippe (sowohl sitzend als auch stehend) lernen Kinder, ihre eigene Kraft zu nutzen, um Dynamik zu erzeugen - und die Muskulatur wird gestärkt. Die kinästhetische Sinn (Bewegungsempfinden) entwickelt sich weiter.
Dieser Typ ist für Kinder im Kindergartenalter gedacht.
Eine Doppelwippe erfordert Zusammenarbeit und ist für Kinder im Alter von 4 bis 5 Jahren gedacht, andernfalls ist die Hilfe einer Betreuungsperson o.Ä. erforderlich.
Die Wahrnehmung von Gewicht und Balance entwickelt sich auf natürliche Weise, während sich die Kinder abwechselnd abstoßen.

Gleiten/Rutschen:
Das Gefühl von Geschwindigkeit vermittelt Kindern Spannung und es kribbelt im Bauch. Die Bewegung ist erzwungen, d.h., sie kann nicht gestoppt werden, sobald sie eingeleitet worden ist. Daher darf die Rutsche für Kindergartenkinder nicht zu hoch sein.

Hüpfen:
Die Entwicklung der sensorischen Motorik erfolgt durch die Wiederholung von Bewegungen, die sich im Laufe der Zeit fest einprägen. Wenn Kinder ihre Bewegungssicherheit und Körperkontrolle entwickeln, bauen sie sowohl Selbstwertgefühl als auch Selbstbewusstsein auf.

Klettern:
Beim Klettern wird die Kreuzkoordination von Kindern gestärkt. Der Spielwert unterstützt die Verbindung zwischen den Gehirnhälften, was sich u.a. auf die Lernbereitschaft von Kindern auswirkt.

Fühlen:
Der Tastsinn kommt durch Füße, Hände und andere Körperteile ins Spiel. Wenn das Kind z.B. mit Sand oder Stahl spielt, wird es sehr unterschiedliche Empfindungen wahrnehmen. Die Stimulation dieses Sinnes ist schon ab dem frühen Kindesalter und damit bei allen Spielplatzlösungen in Kindergärten wichtig.